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Body-Stylist

F A S Z I E N

Faszientraining bei Fibromyalgie



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Als gesichert gilt, dass Faszien einen Einfluss auf das Schmerzempfinden haben.

Ob das generell auch für Fibromyalgie gilt, lässt sich nicht sagen, da die Ursachen für Fibromyalgie noch nicht geklärt sind. 

Fakt ist: Die Nervendichte im Bindegewebe ist sehr hoch. Im kollagenen Fasernetz liegen sechs Mal mehr Nervenendigungen als in den Muskeln.

Propriozeptive Übungen zur Verbesserung der Eigenwahrnehmung können deshalb hilfreich sein und sind eine lohnenswerte Maßnahme.

Folgendes sollte aber auch bedacht werden: Chronische Schmerzen wie sie bei Fibromyalgie auftreten, führen oft dazu, dass die Betroffenen Bewegung meiden.

Auf lange Sicht gehen dabei Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit verloren.

Sind die Muskeln schwach, können sie ein Gelenk nicht mehr ausreichend stabilisieren: Die knöchernen Strukturen werden überlastet, Schmerzen entstehen, ein Teufelskreis beginnt.

Die meisten freien Nervenendigungen sind multimodal. Das heisst, dass sie entweder Schmerz oder Bewegung melden.

Bei sportlicher Betätigung nehmen die Beschwerden daher ab, treten danach aber wieder auf. 









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Dr. Robert Schleip und Helene Langevin haben wir die Entdeckung zu verdanken, dass chronische Schmerzpatienten fasziale Verklebungen haben.

Das betroffene Gewebe ist dann verdickt, kaum verschieblich und weist eine erhöhte Spannung auf. 

Propriozeptive Übungen können das Schmerzempfinden reduzieren. Etwaiges Faszientraining sollte aber auf jeden Fall auf die individuelle Verfassung des Betroffenen und auf die vorhandenen Fehl- bzw. Überbelastungen ausgerichtet sein. 

Muskelaufbau hilft zunächst, die Gelenke zu stabilisieren. Das Training muss aber dosiert eingesetzt werden, um die die knöchernen Strukturen nicht mit zu viel Gewicht zu belasten. 

Günstig ist z.B. Aquagymnastik, Nordic Walking, Radfahren oder Tai Chi.

Hat die Kraft zugenommen, kann mit leichtem Ausdauertraining begonnen werden.








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Gleichgewichtsübungen auf Balancepads, Kreisel, Wackelkissen etc. schulen die neuromuskuläre Koordination.

Mobilisierungen, Massagen und Triggerpunktbehandlungen lösen Verspannungen.

Auch die Füße sind einer Betrachtung wert: Platt-, Senk- oder Spreizfüße sind Anzeichen eines kollabierten Fußgewölbes.

Wenn die Fußmuskulatur schwach ist, kann sie nicht mehr als Stoßdämpfer fungieren. Belastungen treffen folglich vermehrt knöcherne Strukturen und können Überlastungen, Fehlstellungen und Kompensationen auslösen, die wiederum zu Schmerzen führen können.

Fussmuskeltraining kann das Gewölbe wieder aufbauen. 

Fazit: Faszientraining kann Fibromyalgie nicht therapieren. Aber es kann in vielen Fällen die Schmerzverarbeitung verbessern und ist allein schon deshalb eine lohnenswerte Maßnahme. 



Das Frida Center for Fibromyagia ist eine Klinik in Portland, die sich auf Fibromyalgie spezialisiert hat. Mehr (leider nur englischsprachige) Informationen hier





Einer der vier Behandlungsansätze ist der Myofascial Release nach John Barnes.

Um einen ersten Eindruck davon zu bekommen, kannst du dir hier einmal das "Myofascial Unwinding" ansehen:

Faszien trainieren: Myofascial Unwinding



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