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Body-Stylist

F A S Z I E N

Welche Rolle Faszien lieben


Dass Faszien bei der Schmerzentstehung eine wichtige Rolle spielen, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt.

Doch nicht nur ein Großteil der Rücken- und Nackenschmerzen sind faszial bedingt. Auch Schultern, Knie, Hüften, Füsse oder Ellenbogen können betroffen sein.

Solche Beschwerden lassen sich zielgerichtet und effektiv selbst behandeln: mit einer Faszienrolle.

Dabei wird das Gewebe in einer sogenannten myofaszialen Selbstmassage bearbeitet. Man rollt mit einer Schaumstoffrolle über die einzelnen Körperbereiche und bestimmt währenddessen mit dem eigenen Gewicht, wieviel Druck die schmerzende Stelle aushalten kann.

  

Weil das Bindegewebe – neben Kollagen und Elastin – zu 68% aus Wasser besteht, wird dieses wie ein Schwamm ausgedrückt: Das aktiviert den Stoffwechsel und sorgt dafür, dass Abfall- und Giftstoffe abtransportiert werden können.

Anschließend saugt sich das Gewebe wieder mit frischer Flüssigkeit und neuen Nährstoffen für die Zellen voll.

Der Druck befeuchtet die Umhüllungen der Muskeln, sie gleiten dann wieder besser aneinander vorbei. Vertrocknete Fasern werden ‚bewässert‘ und Verlebungen können sich lösen.  

Mit der neu gewonnenen Beweglichkeit gleitet alles wieder leichter. Die Nervenendigungen werden befreit und Schmerzen reduziert oder verschwinden unter Umständen sogar gänzlich.

Die Effekte einer Selbstmassage mit der Faszienrolle sind vielfältig und stellen im Vergleich zum Aufwand ein sehr lohnenswertes Training dar. Zur Verdeutlichung sollen hier noch einmal alle Vorteile im Überblick zusammengefasst werden. 







Was Faszienrollen leisten 

  • Ganzkörpertraining mit nur einem einzigen Gerät
  • zuhause und auf Reisen möglich
  • stufenlos regulierbar
  • mobilisiert Gelenke
  • aktiviert Muskeln
  • löst verspannte Faszien
  • verbessert die Beweglichkeit
  • erhöht die Nährstoffversorgung in den Zellen
  • baut Säuren, Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte ab
  • reduziert Steifheit
  • steigert das Wohlbefinden
  • verbessert die Propriozeption (Eigenwahrnehmung)
  • verkürzt die Regenerationszeit der Muskeln
  • schützt vor Verletzungen und Überlastungsschäden
  • erhöht die sportliche Leistung
  • verbessert die Körperhaltung
  • wirkt schmerzlindernd
  • steigert die Elastizität

 









Es gibt viele verschiedene Rollen. In unserem Ratgeber erfährst du, welche Rolle am besten für dich geeignet ist. 

Wie wird gerollt?

Die Selbstmassage mit der Faszienrolle kann problemlos zuhause durchgeführt werden. Wer Rückenschmerzen hat und sich eine Blackroll zulegen will, sollte vor dem ersten Rollentraining folgendes beherzigen:

Rollen Sie vorsichtig und vor allem langsam. Lassen Sie sich Zeit. Nur, weil es Faszientraining heißt, müssen Sie nicht mit voller Kraft arbeiten.

Das Gegenteil ist sinnvoll: sanfter Druck und langsames Rollen. Verklebtes und verhärtetes Gewebe ist empfindlich und schmerzanfällig.

Tritt ein Schmerzempfinden auf, das kein „Wohl-Weh“, sondern ein richtiger Schmerz ist, der unwillkürlich einen Aufschrei, zusammengebissene Zähne oder ein verzerrtes Gesicht provoziert, dann war das zu viel des Guten.

Nehmen Sie Druck vom Gewebe, indem Sie Ihr Körpergewicht vermehrt auf die stützenden Hände und Beine verlagern.

Lassen Sie die schmerzhafte Stelle aber nicht aus, denn für sie ist der Myofascial Release gedacht. Reduzieren Sie die Belastung.

Mit dem Eigengewicht lässt sie sich stufenlos selbst steuern. Gehen Sie es unbedingt sanft an.

Probieren Sie aus, was Ihrem Körper gut tut und steigern sie die Intensität der Übungen langsam.

 

Langsam geht es schneller

Wer Probleme mit der Lendenwirbelsäule hat, sollte sich vorsichtig herantasten und zunächst erst einmal das Kreuzbein (in  Rückenlage) auf die Rolle legen und die angewinkelten Beine langsam zur Brust ziehen und wieder absenken.

Auf diese Weise lockern Sie das verspannte Gewebe und entwickeln ein Gefühl für die Region.

Wer im unteren Rücken nicht sehr stabil ist, rollt zunächst stehend an der Wand. Der Druck ist damit schon von vorneherein geringer.

Sollten Sie nach einer Anleitung im Internet oder auf DVD rollen, führen Sie bitte nur diejenigen Übungen durch, die Ihnen auch möglich sind.

Pflichtbewusst alles durchzuziehen, kann mehr Schaden anrichten als helfen. Darum: Hören Sie auf Ihren Körper.

Kann er eine bestimmte Bewegung muskulär oder faszial nicht ‚absichern‘, blockiert er. Respektieren Sie diese Grenze, denn es gibt einen Grund dafür.

Fühlen Sie während des Trainings bewusst und mit voller Aufmerksamkeit in die entsprechende Region hinein. Was tut dem Körper gut, wo zieht es, wo drückt es, wo sticht es?

Arbeiten Sie mit Ihrem Körper, nicht gegen ihn. Das geht nur, wenn Sie sich konzentrieren und nicht nebenher noch einen Krimi schauen.















Fotos: Amazon, Pixabay

Roll-Regeln

Spätestens an der Außenseite des Oberschenkels bekommen viele die Intensität der faszialen Ent-Spannung mit der Blackroll deutlich zu spüren.

Seien Sie sanft. Wenn der Schmerz zu groß wird: Legen Sie sich zunächst nur mit verschiedenen Stellen einige Minuten auf die Rolle, ohne sich zu bewegen.

Fühlen Sie hinein. Atmen Sie ruhig: Eine langsame Atmung wirkt sich entspannend auf den Körper aus. Bauen Sie langsam mehr Intensität auf.

Wer aggressiv arbeitet, kommt nicht zum Ziel, denn Druck erzeugt Gegendruck. Dann macht das Gewebe zu und verspannt noch mehr.

Und das ist genau das Gegenteil dessen, was Sie erreichen wollen: ein lockeres, schmerzfreies Fasziengewebe.

Zunächst ungewohnt wird die viele Stützarbeit mit Armen und Beinen sein. Das sollte niemanden beunruhigen, denn es geht anfangs jedem so.

Im Laufe der Zeit macht sich auch hier ein Trainingseffekt bemerkbar und die Probleme verschwinden von allein.

Je öfter Sie rollen, desto leichter wird es werden. Bleiben Sie dran, es lohnt sich.

Selbst wenn es einmal schmerzhaft wird, geben Sie nicht auf, denn das zeigt nur, wie verhärtet diese Region ist. Sie hat die Ent-Spannung durch die Rolle besonders nötig.

Geben Sie deshalb zuerst nur aushaltbaren Druck drauf und rollen Sie erst dann, wenn der Schmerzpegel gesunken ist.

Wenn Sie verletzt sind, operiert wurden und Probleme haben, die Ihre Bewegungsfähigkeit einschränken, dann halten Sie bitte vor dem Training Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Es gibt keine zwei identischen Fasziengewebe auf der Welt. Jedes Netzwerk ist individuell, hat seine eigene, einmalige Geschichte.

Vergleichen Sie sich deshalb nie mit anderen. Warum sollte die Überbeweglichkeit einer grazilen Yogalehrerin der Maßstab für einen bulligen Hufschmied sein?

Er wäre kein guter Hufschmied und mit einer Hypermobilität vermutlich auch sehr oft verletzt. Umgekehrt gilt natürlich das gleiche.

Der Feind des Guten ist der Vergleich. Wer glaubt, anders sein zu müssen als er ist, macht sich unvollkommen und mangelhaft.

Das schafft ein Konkurrenzdenken, das unsinnig ist. Niemand ist überall gut. Und niemand ist überall schlecht.

Jeder ist er selbst und nur dieser einzigartige Körper kann ein sinnvoller Maßstab sein. Tun Sie, was Sie können. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger!

Hier finden Sie Faszienrollen

 



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